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Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage
IGS Dillingen als Schule ohne Rassismus ausgezeichnet schule ohne rassismus.gif

 

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Auf Initiative der Schülerin Darja Popowa haben sich vor den Sommerferien 2009 sieben Schülerinnen und Schüler der SV und der UNESCO-AG des 10. Jahrgangs zusammengetan, um den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu erlangen. Mit einem Vortrag gegen Gewalt und Mobbing und heißen Sambarhythmen zogen sie von Klasse zu Klasse und überzeugten Mitschüler/innen und Lehrer/innen von ihrer Idee: 82% aller an der Schule tätigen Menschen haben am Ende den Aufruf  unterschrieben und der neue Schülersprecher Suleiman Mudune war natürlich auch mit von der Partie.

Am 16. Dezember wurde der Gesamtschule dann der Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ offiziell verliehen. Burkhard Jellonek, der Leiter des Landesinstituts für politische Bildung und Hauptverantwortlicher der Aktion im Saarland, überreichte die Urkunde und ein großes Schild, das bereits einen gut sichbaren Ehrenplatz im Erdgeschoss erhalten hat. Pate der Aktion ist der afrikanische Künstler Dédé Mazietele, der schon mehrfach Workshops gegen Gewalt an der IGS durchgeführt hat.  Die musikalische Gestaltung der Feier übernahmen SAMBAGAGE, der Chor der IGS unter Leitung von Annika Blum und die Band der Schule unter Leitung von Frank Lambert.

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Als UNESCO-Projektschule ist die IGS einem friedlichen Miteinander aller Kulturen verpflichtet und wird verstärkt versuchen, möglichst viele Schüler/innen zu überzeugen, dass ein Wegschauen bei Streitereien, Gewalt und Mobbing keine Lösung ist. In diesem Schuljahr gab es schon mehrere zielführende Aktivitäten, wie z.B. eine Auschwitzfahrt  zusammen mit anderen saarländischen UNESCO-Schulen für interessierte Schüler/innen des 10. Jahrgangs und das Projekt „Videojournalisten“ in Zusammenarbeit mit dem Adolf-Bender-Zentrum St. Wendel. Außerdem war Mitte Januar und Ende Mai der Auschwitzüberlebende Alex Deutsch zu Gast im 9. Jahrgang. Trotz seines hohen Alters kommt er immer noch in die Schulen um seine Geschichte zu erzählen und die Schülerinnen und Schüler zu überzeugen, dass „Auschwitz nie mehr sei“.

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist ein Netzwerk von zur Zeit etwa 500 Schulen in Deutschland, an denen sich Schülerinnen und Schüler gegen jede Form von Diskriminierung einsetzen wollen. Das Netzwerk wird von dem 1992 gegründeten Verein „Aktion Courage“ in Berlin geleitet.
 
 
Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage
Schüler zeigen Courage
IGS Dillingen als "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" ausgezeichnet

Bei Gewalt, Streitereien, Mobbing nicht wegzusehen, sondern zu handeln, das ist das Ziel der Aktion "Schule mit Courage". Mit Samba-Klängen und Argumenten warben die Schüler für die Aktion.

Die Schüler (von links) Julia Szewc, Suleiman Mudune, Isabelle Neises, Nils Schütz, Darja Popova, Annika Wickert, Franziska Reiter, Svenja Nemeth und Sabrina Donate haben sich auf unterschiedliche Weise für das Projekt "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" stark gemacht.

Foto: Jenny Kallenbrunnen

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Dillingen. Aufmerksamkeit erregen mit feurigem Samba, überzeugen mit heißen Argumenten: Schüler der Integrierten Gesamtschule Dillingen (IGS) haben ihre Lehrer und ihre Mitschüler überzeugt, "Ja" zu sagen zu Zivilcourage. Die IGS ist jetzt offizielle "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage".

Bericht der SZ:

"In Überlegung war es schon länger, dass wir am Projekt teilnehmen", sagt Lehrerin Marieluise Herresthal, Mitorganisatorin der Aktion. "Aber unsere Darja ist diejenige, die endlich die Initiative ergriffen hat." Darja Popova, 17, inzwischen Schülerin des Technisch-Wissenschaftlichen Gymnasiums, war Teil der Schülervertretung der IGS. "Die Grundidee war, zu mehr Zivilcourage zu bewegen. In der Schule wie auf der Straße bei Gewalt, Streitereien, Mobbing nicht wegzusehen, sondern zu handeln."
Kurz vor den Sommerferien wurden Darja und andere engagierte Mitschüler aktiv; zogen von Klasse zu Klasse und unterbrachen den regulären Unterricht für 15 Minuten Aufklärung; erläuterten, warum die IGS eine Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage werden sollte. Eine der Bedingungen dafür, dass die Schule von "Aktion Courage" offiziell anerkannt wird, ist, dass mindestens 70 Prozent aller Menschen, die an der Schule lernen, unterrichten oder arbeiten, mit ihrem Namen für die Aktion stehen und ihre Unterschrift abgeben - Schüler ebenso wie Lehrer, Putzfrauen und der Hausmeister.
"Vor unserem Vortrag hat die Samba-Gruppe der Schule mit Trommeln und Musik die Aufmerksamkeit der Mitschüler geweckt", sagt Darja. Mit ihrem Referat konnte sie satte 82 Prozent aller Menschen an der Schule für die Aktion gewinnen. "Klar haben wir unterschrieben", sagen Eliany Taveras Ramon und Jennifer Schors, beide zwölf Jahre. "Ich habe eine Freundin, die Russin ist, und will nicht, dass sie ausgeschlossen wird", so Jennifer. Auch dass eine prominente Person für Schule und Aktion einsteht, ist Bedingung. Ihren Paten hat die IGS im afrikanischen Musiker Dédé Mazietele gefunden, der die Schule bereits bei mehreren Projekten unterstützt hat.
Suleiman Mudune, 14, will als neuer Schülersprecher dafür sorgen, dass das Projekt fortgesetzt wird. Denn eine dritte Bedingung fordert mindestens eine Veranstaltung der Schule zum Thema pro Jahr. So organisierte die IGS neben einem "Tag für Afrika" auch eine Lehrfahrt ins Konzentrationslager Auschwitz. Gertrud Balfy-Klein hat die acht Schüler begleitet: "Wenn die Schüler Fragen stellen wie 'Warum ist da niemand eingeschritten?', 'Wie konnte das passieren?', weiß man, dass das Projekt Früchte trägt." Darja: "Wir haben nur den Grundstein gelegt - jetzt muss die Schule mit regelmäßigen Aktionen weitere Bausteine stellen, damit das Projekt etwas bewegt."
Auf einen Blick
Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage ist ein Netzwerk von aktuell rund 500 Schulen in Deutschland, an denen sich Schüler nachhaltig gegen jede Form von Diskriminierung einsetzen wollen. Das Projekt steht unter der Leitung des Berliner Vereines "Aktion Courage".
Die Aktion Courage wurde 1992 gegründet und fördert die Integration von Menschen ausländischer Herkunft. Bundesvorsitzender und Mitinitiator ist Bernhard von Grünberg; der Verein wird von der Bundesregierung und der Europäischen Union unterstützt. kj